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Im Jahre 1284 ist Zickhusen (Tsikhusen) unter den Dörfern,
die der Graf vom Bischof zu Lehen nimmt. Sitz der erloschenen alten Adelsfamilie von Zickhusen bleibt es bis ins XVI. Jahrhundert hinein. 1489 verkauft noch Heinrich von Zickhusen eine Rente aus seinem Hof an die Kalandsbruderschaft zu Schwerin. Ein ungefähr um 1520 aufgenommenes Verzeichnis aller aus Zickhusen verpfändeten Pachten lässt auf den Niedergang der alten Familie schließen. Am Anfang des XVII. Jahrhunderts finden wir denn auch die Herren von Sperling als die Rechtsnachfolger derer von Zickhusen, aber schon um 1618 kauft Herzog Adolph Friedrich den Meierhof zu Zickhusen von Heinrich von Sperlich um 9000 Gulden.
Im frühen Mittelalter hatte Zickhusen seine eigenen Geistlichen. Als solche finden wir um 1320 Heinrich Lüneborch und Heinrich Spitzelechelen. Aber im Anfange des XVI: Jahrhunderts ist die Kapelle zu Zickhusen bereits Filiale von der Kirche zu Alt Meteln.
Die Kirche ist ein im Jahre 1827 unter dem Großherzog Friedrich Franz I. ausgeführter, im Innern flachgedeckter Neubau klassizierender Stil in Form eines Länglichen Vierecks mit einem im Westen vorgesetzten 21 m hohen dreistöckigen Turm, dessen niedrige vierseitige Haube mit einem Kreuz bekrönt ist.
Altar und Kanzel sind hintereinander auf dem Ostende aufgebaut. Die mit einem F . F . ( = Friedrich Franz I.) in einem Lorbeerkranz geschmückte Glocke ist 1830 zu Lübeck gegossen worden.
Neben der Kirche eine in gleichem Stile mit Benutzung ägyptischer erbaute Leichenhalle.
Ungefähr zwanzig Schritte von der Südseite der Kirche entfernt ein Granitblock mit eingelassener eiserner Tafel, deren Inschrift dem Großherzog Friedrich Franz I. als Erbauer des Gotteshauses den Dank der Gemeinde ausdrückt. Dazu das Datum: M . D . CCCXXX.
Kirchgemeinde und Förderverein beständig Benefizveranstaltungen durch. So konnten Turm und Kirchenschiff weitgehend saniert werden. Innen- und Orgelsanierung sowie eine zweckmäßige Heizung fehlen noch.

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