Evangelisch im Kirchenkreis Wismar Schwerin
 
 
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Die Kirche in Witzin wird 1270 erstmalig urkundlich erwähnt. Das älteste Holz aus dem Dachstuhl stammt aus dem Jahre 1276. Die Kirche ist ein rechteckiger Feldsteinbau aus der Überganszeit von der Romanik zur Gotik. Die östliche Giebelwand ist mit einem Blendkreuz geschmückt. Der quadratische Feldsteinturm ist im oberen Bereich mit Ziegelmauerwerk vollendet. Sein achtseitiges Dach ist mit Holzschindeln eingedeckt.

Der Innenraum besteht aus zwei Kreuzgewölben. Die neugotische Inneneinrichtung stammt aus dem Jahre 1862. Ein Teil der mittelalterlichen Ausmahlung wurde 1984 wiederhergestellt. Der geschnitzte Marienaltar (Triptychon) aus dem 15. Jahrhundert lagert leider zum Leidwesen der Kirchgemeinde im Depot des Schweriner Landesmuseums. Vor der Kirche, am Fuße der sehenswerten, uralten Dorflinde, steht die mittelalterliche Tauffünte aus Granit.

Der gotische Backsteinbau in Groß Raden stammt aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, Drei Joche aus Kreuzrippengewölben bilden das einschiffige, rechteckige Kirchenschiff, dass durch hohe drei- und vierbahnige, spitzbogige Fenster gestaltet wird.

Im Kirchenraum erhebt sich ein mittelalterliches Triphtichon, dass mit Gemälden aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts geschmückt ist, auf dem ursprünglichen Altar.

An den Innenwänden stehen einige Grabsteine von Gutsfamilien, die das Patronat über diese Kirche besaßen. Das Äußere der mächtigen Kirche wird auch geprägt durch den Turm, dessen Satteldach nur in der Traufhöhe das Kirchenschiff überragt. Am 21. Mai 1891 wurde durch einen Blitzschlag der weit sichtbare Turm fast vollständig zerstört. Von seinen ehemals 28m Spitzenhöhe blieben 18m nach dem Wiederaufbau übrig. Trotzdem grüßen seit dem Jahre 2004 die restaurierten Blendwerke wieder weit ins Land. An der Nordseite befindet sich eine kleine Sakristei, die in den Sommermonaten zur Stille und Gebet einlädt. Die Kirche und der Turmraum, in dem in lockerer Folge Ausstellungen gezeigt werden, die Südhalle und der Dachraum über dem Gewölbe laden zum Schauen und Verweilen in der Kirche ein.

Die Kirche in Ruchow stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Sie ist ein Feldsteinbau, mit einem gerade schließenden, eingezogenen Chor. Die östliche Giebelwand ist mit einem sehr eindrucksvollen Blendkreuz geschmückt. Der westlich vorgelagerte Holzturm steht auf einem massiven Unterbau aus Granitsteinen. Die innere Holzkonstruktion des Turmes ist ein einzigartiges, anschauenswertes Zeugnis handwerklicher Baukunst.

Die beiden Joche des Kirchenschiffes sowie der Chor sind von achtrippigen Domikalgewölben überspannt. Die gesamte Kirche ist mit sehr reichen Ausmalungen ausgestattet, die nur noch in Fragmenten sichtbar sind, da die Kirche bisher noch nicht vollständig restauriert werden konnte. Neben dem barocken Altar, ist das romanische Triumphkreuz Blickfang der Innenausstattung.

Auf dem Friedhof in Ruchow liegt der bedeutende mecklenburgische Pädagoge, Publizist und Demokrat Ludwig Reinhard ( 09.04.1805 Mustin – 19.07.1877 Bolz) begraben.

Er ist heute leider einer, der fast vergessenen 1848er Demokraten. Er wirkte als Lehrer in Ludwigslust, Boizenburg und Bolz und als Publizist für ein einiges und demokratisches Deutschland in Hagenow, Rostock und Coburg. Zu seinen Freunden und Weggefährten gehören Fritz Reuter, Adolf Demmler, Samuel Schnelle und Carl Müller.

Das christliche Gästehaus „Beth-Emmaus“ in Loiz, ist ein Haus zwischen Hotel und Kirche. Eine Herberge und ein geistlicher Ort, der einlädt die Gemeinschaft mit Jesus, dem Herrn der Kirche und dem Messias des jüdischen Volkes zu suchen ( Lukas 24). Die Kirchgemeinde ist innerlich stark mit der Arbeit in diesem Haus verbunden, denn die Liebe zu Israel und zur jüdisch-christlichen Tradition wird im Haus „Beth-Emmaus“ einzigartig gepflegt und gestaltet.

www.Beth-Emmaus.de


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