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Geschichte und Glaubenszeugnisse sind durch die verschiedenen Epochen der Geschichte besonders an den Kirchen ablesbar: einerseits begegnen wir den großen Kirchen aus der Zeit der Hochgotik - wie dem Schweriner Dom, der Nikolai Kirche in Wismar, der inzwischen durch die Stadt wieder aufgebauten Georgenkirche in Wismar- und andererseits einer so kleinen Fachwerkkirche wie der in Peckatel.
Die meisten Kirchen stammen aus der Zeit der Frühgotik. Einige wurden noch im romanischen Stil begonnen, dann aber im gotischen Stil vollendet. Nur in Vietlübbe bei Gadebusch finden wir noch eine rein romanische Backsteinkirche, „ein gewölbter Zentralbau auf der Grundlage des griechischen Kreuzes, das heißt mit vier gleichlangen quadratischen Armen und mit halbrunder Apsis“.
Eine wohl einmalige Kombination von Romanik und Gotik erleben wir in Gadebusch. Die Gemeinde feiert Gottesdienst im romanischen Langhaus und blickt in den gotischen Chorraum. Reformatorisches Glaubensverständnis, in Architektur umgesetzt, erlebt der Besucher unmittelbar in der Schlosskirche zu Schwerin. Die Schweriner Schelfkirche wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts als barocker Zentralbau ausgeführt. In Görslow und Zickhusen entstanden anfangs des 19. Jahrhunderts klassizistische Kirchbauten.
Eine intensivere Kirchenbautätigkeit begann dann wieder Ende des 19.Jahrhunderts mit der Neugotik. Die Paulskirche in Schwerin ist ein überzeugendes Beispiel. Trotz nicht geringer Schwierigkeiten konnten hier und da auch nach 1945 kirchliche Gebäude errichtet werden. Die Gemeinden St. Marien und St. Georgen in Wismar, die in den letzten Kriegstagen noch ihre Kirchen verloren hatten, erhielten im Jahr 1951 die letzte Bartningkirche. Fast an ein Wunder grenzte es, dass die Gemeinde in Wismar-Wendorf im Neubaugebiet in den 60er (!) Jahren ein Gemeindezentrum bauen konnte. Später kamen die Gemeindezentren in Schwerin auf dem Großen Dreesch und in Lankow hinzu. Nach der Wende wurde auch in Bad Kleinen ein Gemeindezentrum gebaut.
Der jetzige Kirchenkreis Wismar geht zurück auf die landeskirchlichen Strukturveränderungen im Jahre 2000. Damals wurden die Kirchenkreise Schwerin und Wismar vereinigt. Damit wurde Wismar der größte Kirchenkreis in der Landeskirche. 81 Kirchgemeinden arbeiten in 8 Propsteien zusammen.
Es sind die Propsteien: Bukow, Crivitz, Gadebusch, Grevesmühlen, Schwerin-Land, Schwerin-Stadt, Sternberg, Wismar. Der Sitz der Landessuperintendentur und der Kirchenkreisverwaltung wurde Wismar.
Im Kirchenkreis arbeitet die Stiftung „Evangelische Jugend Schwerin“, die sich das Ziel gesetzt hat, „durch verantwortungsbewusste Wahrnahme des sozialen Umfeldes Kindern und Jugendlichen entsprechend ihren individuellen Bedürfnisse Hilfen in der Orientierung am Evangelium von Jesus Christus anzubieten, Eltern hinsichtlich ihres Erziehungsauftrages zu unterstützen und den generationsübergreifenden Dialog zu fördern.“
Der Diakonieverein des Kirchenkreises Wismar sieht es als sein Ziel an, diakonische Arbeit als Aufgabe der Gemeinde zu fördern.
Das „Diakoniewerk Neues Ufer“, dass die ehemalige Zentrale des Staatsicherheitsdienstes in Rampe mit neuem Geist erfüllt hat, und das „Diakoniewerk im nördlichen Mecklenburg“, Greevesmühlen, stellen sich den großen sozialen Herausforderungen durch ihre diakonische Arbeit.
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