Evangelisch im Kirchenkreis Wismar Schwerin
 
 
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Der Backsteinbau entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Er besteht aus einem zweijochigen Schiff mit leicht eingezogenem quadratischen Chor sowie einem quadratischen Westturm und einer Sakristei an der Nordseite der Kirche. Sie stellt den ältesten Gebäudeteil dar.Besonders reich verziert ist der Ostgiebel. Ein doppeltes deutsches Band bildet die Basis des Giebeldreiecks. Darüber befindet sich eine Mandorla, die den erhöhten Sitz des Christus andeutet. Sie wird flankiert von jeweils sechs Arkadenbögen, die die zwölf Apostel symbolisieren. Über derMandorla – ebenfalls zwischen den Arkadenbögen – ist ein großes Blendenkreuz zu sehen. Der Turm ist im Sockelgeschoß alt. Die Obergeschosse und der achteckige Helm sind von 1888 – die Höhe des Turms, in dem derzeit zwei Glocken hängen, beträgt 56 m.

 

1995 wurde die Statik der Kirche durch einen neuen Ringanker und durch eine Gewölbesanierung gesichert. Dabei traten im Innenraum mittelalterliche Malereien an den Rippen sowie barocke Malerein an den Gewölben zu Tage. Die Innenausstattung der Kirche ist größtenteils barock: der Altaraufsatz, die Kanzel, die Emporen und die Orgel. Dreveskirchen hat eine Orgel des bedeutenden mecklenburgischen Orgelbauers Paul Schmidt, der von 1715/16 bis 1798 Hoforgelbaumeister in Rostock war. 1754 hat er sie erbaut, 1840 ist sie durch den Wismarer Orgelbaumeister Friedrich Wilhelm Winzer umgebaut (romantisiert) und 1999-2001 durch die Dresdner Orgelbaufirma Kristian Wegscheider sowie die Dresdner Restauratoren Hilke Frach-Renner und Peter Taubert restauriert und auf den barocken Zustand zurückgeführt worden. Durch viele großzügige Spenden Einzelner und Zuwendungen von Institutionen wie die der „ZEIT-Stiftung“ war die Restaurierung möglich geworden. Die Freude über die restaurierte, wohlklingende Orgel drückt sich in der jährlich stattfindenden Konzertreihe „Dreveskirchener Orgelsommer“ aus, für die sich Musiker aus nah und fern bewerben. Sehenswert sind im Innenraum der Kirche auch das spätgotische Triumphkreuz hinter der Kanzel, die neugotischen Fenster hinter dem Altar sowie einige Teile vom früheren Inventar der Kirche im Turm.

 

Seit 2000 ist Dreveskirchen mit den Kirchgemeinden Alt Bukow und Neuburg – und seit 2003 auch mit der Kirchgemeinde Kirch Mulsow – verbunden.In der Gemeinde wird 14-tägig Gottesdienst gefeiert - im Sommerhalbjahr in der Kirche, im Winterhalbjahr im geheizten Gemeinderaum des Pfarrhauses.

 

Das Gebiet der Kirchgemeinde Dreveskirchen mit ca. 340 Gemeindegliedern umfaßt heute die 11 Dörfer Blowatz, Boiensdorf, Damekow, Dreveskirchen, Friedrichsdorf, Groß Strömkendorf, Heidekaten, Neu Wodorf, Robertsdorf, Stove, Wodorf.

 


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