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Wer im Kirchenkreis unterwegs ist, trifft auf Orte, die geschichtlich für das Land Mecklenburg bedeutsam sind. Dabei denkt man an Schwerin, die Landeshauptstadt, dann aber auch an Wismar mit dem Hafen als „Tor zur Welt“, in der Vergangenheit auch zeitweise Residenz der mecklenburgischen Fürsten. Allen voran ist aber Dorf Mecklenburg nahe bei Wismar zu nennen. Diesem Ort verdankt das Land seinen Namen. ‚Mecklenburg’ bedeutet ursprünglich „große Burg“. Die Wenden hatten an diesem Ort ihre Hauptburg. In eindrücklicher Weise kann die Zeit der Wenden in Groß Raden nacherlebt werden. Auf Grund von Ausgrabungen wurde hier eine Siedlung nachgebaut. Wer das nahe gelegene Sternberg besucht, findet in der Kirche ein Gemälde vom Landtag an der Sargsdorfer Brücke. Hier haben sich 1549 die Stände für die evangelisch-lutherische Lehre entschieden. Sechzig Jahre zuvor hatte Sternberg traurige und erschreckende Berühmtheit erlangt. 1492 wurden dort Juden beschuldigt, eine Hostie geschändet zu haben. Daraufhin wurden 20 Juden verbrannt und in der Folge alle Juden aus Mecklenburg verwiesen, so dass über Jahrhunderte das Land ohne jüdische Mitbürger war. Solche Orte lassen es dringlich erscheinen, Geschichte in allen Generationen zu vergegenwärtigen.
Mehr zur Geschichte 
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