Evangelisch im Kirchenkreis Wismar Schwerin
 
 
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1178 wird Kirch Stück erstmal genant und gehört damit zu den ältesten Siedlungen in der Umgebung Schwerins. Die Kirche, ein einschiffiger Ziegelbau, besteht aus dem glatt abschließenden

gewölbten älteren Chor, an dem sich noch das romanische Lisenensystem

bemerkbar macht, und aus dem neugebauten, jüngeren, mit einer Bretterdecke

überspannten Schiff.

Sämtliche Fenster sind spitzbogig geschlossen. Gemeinsam ist beiden Teilen

ein äußerer Stromschicht-Fries, in doppelter Reihe am Schiff, in einfacher Reihe am Chor. Zu beachten ist auch der Schmuck glasierter Ziegel an der Pforte auf der Südseite des Chores.

Der im –Westen vorgebaute Turm der Kirche ist zweistöckig und trägt ein abgewalmtes Satteldach.

Am Turm herrscht der polnische, am älteren Chor der wendische Verband.

Der Altaraufsatz ist ein gotischer Triptychon, dessen Mittelschiff in sechs Fächern geteilt ist,

von denen die drei oberen (von links nach rechts gezählt) das Leiden im Garten

Gethsemane, die Kreuzigung auf Golgatha und die Geißelung,

die drei unteren aber (in derselben Folge) die Kreuztragung, die Tat des hl. Georg

und die Dornenkrönung enthalten, während die beiden Flügel die Gestalten

der zwölf Apostel, je drei in der oberen und drei in der unteren Reihe, in sich aufgenommen haben.

Von der übrigen Ausstattung der Kirche mag noch das alte Triumphkreuz erwähnt werden, das jetzt an der Nordwand des Schiffes aufgehängt ist.

Ein Weihwasserbecken von Granit, das einst in das Mauerwerk eingelassen war,

es ist eine alte Kornquetsche. Erhalten ist auch die romanische Basis der Steinfünte;

sie ist rund und hat vier Eckblätter.

Vor dem Altar findet sich ein Grabstein mit dem Reliefbilde einer Frau und der

Inschrift:

DE : EDLE : VND : VE/LE : DV-GETSAME : ANN / A : HANEN : JORG /EN : RAVEN : ELIGE : HV/SFRVWE : IS : GESTORVEN : ANNO :/1537 : DE : 21 : JANVARII : DER : GOT : GNAD/ICK : WETH : DAT : MIN : ERLOSER : LEVET : VND/HE : WERT : MI : HER : NA : VTH : DER : ERDEN : VP : WECKEN : VD : WIRD : IN : MI : FLESC : GOT : SEN :

HIOB : XIX : ETC :

In seinen Ecken die vier Wappen der Familie von Hahn, Plessen, Sperling und Pentz

 

Die einzige vorhandene Glocke (Dm. 1,13 m) trägt das Bild des hl. George im Netzpanzer

und mit Schild und Lanze. Dies Bild findet seine Entsprechung in der Glasmalerei des nördlichen Chorfensters.

Hier ist eine der ältesten Glasmalereien Mecklenburgs zu finden. Die um 1300 entstandene Scheibe

zeigt einen Ritter mit Kettenhemd und Schild unter einer frühgotischen Arkade.

Des Weiteren sind 4 Heilige ( Katharina, Elisabeth, Philippus und ein Bischof?)

und eine Kreuzigung zu sehen. In den südlichen Chorfenstern sind die Apostel Petrus und Paulus dargestellt.

 

 


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