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Die Zurower Kirche war offensichtlich schon immer eine Reise wert, jedenfalls war sie im Mittelalter weit über ihre Grenzen hinaus bekannt. Damals gab es in Zurow ein wunderwir-kendes Marienbild zu dem Menschen aus nah und fern wallfahrteten. Man weiß heute nichts Näheres darüber, nur, dass der Pastor, ein Anhänger des Papstes, in reformatorischer Zeit angewiesen wurde, dieses Marienbild endlich unter Verschluss zu halten, um so der Heiligenverehrung entgegen zu wirken.
Vielleicht war es aber dieses Marienbild, das die Stände des Mecklenburger Landesteiles erwog, Zurow als ihren Sammelpunkt auszuerwählen, einen Ort, der in jener Zeit ziemlich bedeutungslos war.
Heute ist Zurow wohl am ehesten dem Autofahrer durch gleichnamige Autobahnabfahrt (A 20) bekannt. Ganz sicher aber lohnt es sich, einen Abstecher in diesen kleinen Ort zu machen und einen Blick in unsere schöne Kirche zu werfen. Sie wurde um 1380 gebaut und ist somit fast so alt, wie die St.-Nikolai-Kirche in Wismar. Den Vergleich mit der großen Schwester braucht sie nicht zu scheuen. Der imposante Bau mit seiner Ausstattung zeugt von seiner immensen Bedeutung im 15. und 16. Jahrhundert. Betritt man die Kirche, ist man wohl zunächst von dem lichtdurchfluteten Chor überrascht. In ihm befindet sich der Schnitzaltar aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Dieser Altar birgt eine „moderne Besonderheit“, über die wir gern mit Ihnen ins Gespräch kommen, wenn sie uns besuchen. Neben der frisch restaurierten barocken Orgel aus dem Jahr 1861, ein Instrument von Friedrich Wilhelm Winzer, der wie jüngste Untersuchungen ergaben, ein Instrument von Christoph Erdmann Vogel aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts verarbeitete, den mittelalterlichen Malereien auf der Rückseite des Altares und im Gewölbe, ist vor allem auch die Glocke historisch wertvoll. Sie stammt aus dem Jahre 1462 und wurde somit 30 Jahre vor der Entdeckung Amerikas gegossen. (Leider haben unsere gefiederten Turmbewohner nicht den angemessenen Respekt vor diesem Alter!)
Vor ein paar Jahren gründete sich in Zurow ein „Förderverein Kirche Zurow e.V.“, der sich zum einen die Erhaltung unserer stark sanierungsbedürftigen Kirche auf die Fahnen geschrie-ben hat und zum anderen die Kirche stärker mit Leben füllen möchte. Das dieses möglich ist, davon zeugen vielfältigste Veranstaltungen und Feste im Laufe der letzten Jahre.
Mit Hilfe dieses Fördervereins war es der Kirchgemeinde möglich, im Jahre 2004 die einsturzgefährdete Sakristei und die Westwand des Kirchturmes zu sanieren. Dank vielfältiger Hilfe konnte die Sanierung des Kirchturms - das Dach und die weiteren Außenmauern - im Jahre 2006 fortgesetzt werden. Ein Jahr später wurde dann mit der Sanierung des Kirchendaches und der Gewölbe begonnen. Diese Arbeiten wurden im Frühjahr 2008 abgeschlossen. Dieser Bauabschnitt stellt für die kleine Kirchgemeinde eine gewaltige Aufgabe dar, da sich während der Bauarbeiten herausstellte, dass das Gewölbe massiv einsturzgefährdet war und das Dachtragwerk auch kaum mehr Konsistenz aufwies. Nun, drei Jahre später, konnten wir wiederum Dank vielfältigster Hilfe und Unterstützung unsere schöne Orgel restaurieren und Anfang Mai 2011 im Rahmen eines fröhlichen Festes wieder in den Dienst nehmen. Möge sie Menschen aus Nah und Fern in unsere Kirche locken und Ihnen dort Momente der Ruhe und Besinnung und Erbauung schenken.

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Kontakt
Evang.-luth. Kirchgemeinde Zurow
Hauptstr. 16
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Tel.: 03841/283482
Fax: 03841/283482
Mail: hornstorf kirchenkreis-wismar.de 
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