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Das Bauerndorf Dabel findet seine erste Erwähnung 1262, als Fürst Johann von Mecklenburg dem Kloster Dobbertin „Sechs Hufe am Dorfe Dabele“ (slaw. Eiche) übergeben hat.
Die Dabeler Kirche wird 1306 in einer Urkunde erwähnt, mit der Fürst Heinrich dem Kloster Sonnenkamp (Neukloster) das Kirchenlehen in Dabel überwies.
Die einschiffige spätmittelalterliche Feldsteinkirche wurde im 19. Jahrhundert völlig umgebaut. Von der alten Kirche sind nur die Ringmauern erhalten geblieben. 1990 wurde die letzte Restaurierung der Kirche abgeschlossen. Eine zweimanualige Orgel wurde 1995 von dem Orgelbauer Nußbücker aus Plau am See installiert. Die Orgel besitzt ein eingebautes Glockenspiel sowie zwei Schnitzfiguren – einen Glöckner und eine Handglockenspielerin. Die Handglockenspielerin weist auf den im Sommer 1987 gegründeten Handglockenchor der Kirchgemeinde hin. Neben dem musikalischen Schwerpunkt, der Kantorei, zu der neben dem Handglockenchor auch Tonstabchor, Flötengruppen, Kirchenchor, Seniorenchor, Kurrende, Posaunenchor, Turmbläser, Sternsinger sowie auch die einzige kirchliche Jagdhornbläsergruppe in Mecklenburg-Vorpommern gehören, werden die Akzente der Gemeindearbeit vor allem durch die Evangelische Kindertagesstätte „St. Martin“ Dabel, die Sozialstation Dabel und den Pfadfinderstamm „St. Georg“ gesetzt. Darüber hinaus ist das muntere Gemeindeleben der ca. 500 Gemeindemitglieder auch durch einige besondere Traditionen geprägt: „Burning of the Greens“, Fußballturnier um den Reformationspokal, „Ostertrünneln“, Handglocken-konzerte, Hubertusgottesdienste, „Lütt Wihnacht“, Waldweihnacht.
Neben der Dabeler Kirche gehören noch drei weitere Kirchen zur Kirchgemeinde:
Die Gewölbemalereien der Kirche zu Gägelow, ursprüngliche Hauptkirche, waren in früheren Zeiten in ganz Mecklenburg, selbst über die Grenzen des Landes hinaus, sprichwörtlich: „So bunt as de Gägelowsch´ Kark“. Die Orgel, erbaut von Friedrich Friese (III) im Jahre 1854, wurde 2002 restauriert.
Die Borkower Kapelle dagegen ist ein schlichter Backsteinbau mit gleichbreitem Chor. Die Restaurierungsarbeiten konnten im Jahr 1993 abgeschlossen werden. Als Besonderheiten erhielt die 1997 erbaute und geweihte „Mecklenburg-Orgel“ ein Spielwerk mit der Melodie von „Herrn Pastor sin Kauh“, dazu noch Wasserrad, Windmühle mit Cymbel und Kuhköpfe, die sich beim Spielwerk bewegen.
1234 wird bereits die Kirche zu Woserin, idyllisch am Woseriner See gelegen, urkundlich erwähnt. Einen Blickfang der Kirche bilden die mit Geweihen geschmückten Leuchter und die Jagdmotive in den Fenstern, die während der umfassenden Renovierung in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts eingefügt wurden. Passend dazu wurde auch die Orgel mit Nebenzügen, wie Kuckuck, Entenruf, Schuß und Vogelgezwitscher, versehen. Diese ungewöhnliche Ausrichtung der Kirchenausstattung weist auf den Schutzpatron der Jäger, den heiligen „Hubertus“, hin und ist dem Zusammenspiel von Kirche und Jägern bei der Gestaltung des Dorflebens zu verdanken.

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Kontakt

Ev.-Luth. Kirchgemeinde Dabel
19406 Dabel
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