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Kirchenkreisordnung
der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs
Art. 4 Organe des Kirchenkreises.
Die Organe des Kirchenkreises sind:
der Landessuperintendent
der Kirchenkreisrat.
Art. 5 Die Leitung des Kirchenkreises.
Die Leitung des Kirchenkreises ist eine gemeinsame Aufgabe des Landessuperintendenten und des Kirchenkreisrates.
Der Landessuperintendent ist der Vorsitzende des Kirchenkreisrates. Beide stehen in gemeinsamer
Verantwortung und sind sich darin gegenseitig Hilfe schuldig. Deshalb soll der Landessuperintendent auch die
Angelegenheiten seines Aufgabenbereiches nach Artikel 7 im Kirchenkreisrat behandeln, soweit dies mit den
Pflichten des Amtes vereinbar ist.
Art. 8 Der Kirchenkreisrat.
(1) Dem Kirchenkreisrat gehören an:
1. Der Landessuperintendent als Vorsitzender,
2. je ein Mitglied aus jeder Propstei, das ein zum Kirchenältesten wählbares Glied der Landeskirche ist,
3. je ein Mitglied aus jeder Propstei, das ein ordiniertes Glied der Landeskirche ist und im pfarramtlichen oder
einem gleichgestellten Dienst steht,
4. vier vom Kirchenkreisrat berufene Mitglieder.
Soweit durch die Wahl nach Ziffer. 2 und 3 Arbeitsbereiche oder Mitarbeitergruppen nicht angemessen vertreten
sind, soll das bei der Berufung nach Ziffer 4 berücksichtigt werden.
(2) Die Amtsdauer der gewählten und berufenen Mitglieder des Kirchenkreisrates beträgt sechs Jahre. Nach
Ablauf der Amtsdauer setzen sie ihre Tätigkeit bis zur Neuwahl fort.
Art. 9 Die Aufgaben des Kirchenkreisrates.
(1) Der Kirchenkreisrat ist mitverantwortlich für Leben und Dienst der Kirchgemeinden und für die gemeinsamen
Aufgaben im Kirchenkreis. Er bemüht sich, Leben und Dienst in den Kirchgemeinden zu fördern; regt
an, wie die im Kirchenkreis wirkenden Kräfte zu gemeinsamem Handeln zusammengefasst werden können und
beschließt über gemeinsame Vorhaben im Kirchenkreis. Dabei hat er insbesondere folgende Aufgaben:
1. Er wirkt mit bei den Visitationen durch den Landessuperintendenten nach Art. 7 Nr. 2.
2. Er nimmt Berichte des Landessuperintendenten über wesentliche Vorgänge des kirchlichen Lebens - insbesondere
im Kirchenkreis - sowie Berichte der Mitarbeiter des Kirchenkreises entgegen. Er berät darüber
und entscheidet über Aufgaben im Kirchenkreis und deren Planung.
3. Er beschließt nach Anhörung der beteiligten Kirchgemeinden über Veränderungen der Propsteigrenzen und
ist bei Veränderungen von Kirchgemeinden in ihren Grenzen sowie bei deren Neubildung zu hören. Er ist
ferner zu hören vor der Einrichtung und Aufhebung von Pfarrstellen.
4. Er sorgt für die gegenseitige Information zwischen den Kirchgemeinden, Propsteien und dem Kirchenkreis
sowie den Organen der Landeskirche.
5. Er kann Anträge an die Landessynode beschließen.
(2) Der Kirchenkreisrat hat außerdem folgende Aufgaben:
1. Er führt nach den kirchlichen Ordnungen die Aufsicht über die Verwaltung des Vermögens der Kirchgemeinden,
der Kirchen, der kirchlichen Stiftungen und anderer kirchlicher Einrichtungen im Kirchenkreis
und nimmt sich ihrer Angelegenheiten an. Er kann dazu Aufträge erteilen.
2. Er beschließt über die Bereitstellung der für den Kirchenkreis erforderlichen Mittel, die in der Kirchenkreiskasse
verwaltet werden. Er stellt dazu einen Haushaltsplan auf. Er kann Kirchenkreiskollekten für bestimmte
Zwecke im Kirchenkreis beschließen.
3. Er sorgt für eine ordnungsgemäße Verwaltung und Prüfung der Kirchenkreiskasse und beschließt über die
Entlastung.
4. Er beschließt über die Anstellung und Entlassung von Mitarbeitern des Kirchenkreises, soweit nichts anderes
bestimmt ist. Er wirkt mit bei der Besetzung von Pfarrstellen für übergemeindliche Aufgaben im Kirchenkreis.
Kirchenkreisordnung
(3) Der Kirchenkreisrat nimmt die ihm in kirchlichen Ordnungen übertragenen weiteren Aufgaben wahr.
Die Arbeitsweise des Kirchenkreisrates ist geregelt im
Kirchengesetz
zur Ausführung der Kirchenkreisordnung
der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs
§ 4
Arbeitsweise des Kirchenkreisrates und des geschäftsführenden Ausschusses
(1)Der Kirchenkreisrat wird vom Vorsitzenden mindestens jährlich zweimal einberufen.
(2) Der Vorsitzende kann die gewählten Stellvertreter der Mitglieder nach Art. 8 Abs. 1 Nr. 2 zu den Sitzungen
des Kirchenkreisrates einladen.
(3) Der Vorsitzende soll kirchliche Mitarbeiter zu den Beratungen des Kirchenkreisrates hinzuziehen, wenn
Fragen aus ihren Sachgebieten behandelt werden. Der Vorsitzende kann andere Personen als Sachverständige
einladen, wenn es zweckdienlich erscheint.
(4) Über jede Sitzung des Kirchenkreisrates ist Protokoll zu führen, das von dem Protokollführer und dem
Vorsitzenden zu unterzeichnen ist. Die Protokolle sind zu sammeln.
(5) Der geschäftsführende Ausschuss wird vom Vorsitzenden nach Bedarf einberufen.
(6)Das Nähere kann der Kirchenkreisrat in einer Geschäftsordnung regeln.
(7) Soweit sich aus der Kirchenkreisordnung und den zu ihrer Ausführung erlassenen Bestimmungen nichts
anderes ergibt, finden die Bestimmungen über die Geschäftsordnung des Kirchgemeinderates entsprechend
Anwendung.
§ 5
Ausschüsse des Kirchenkreises
(1)Für den Kirchenkreis werden zur Planung und Erfüllung gemeinsamer Aufgaben Ausschüsse auf Grund
landeskirchlicher Ordnungen oder auf Anregung aus dem Kirchenkreis gebildet.
(2) Diese Anregungen sind an den Vorsitzenden des Kirchenkreisrates zu richten. Hält der Kirchenkreisrat
den Ausschuss für notwendig, bestimmt er dessen Aufgaben und beruft die Mitglieder. 
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